Wenn es erstmal zu spät ist, fragen wieder alle: Warum hat das niemand kommen sehen? Das möchten wir ändern. Und zwar mit diesem Blog-Post. Denn ein Burnout kündigt sich schon Monate vorher an. Und wer die Zeichen lesen kann, der sieht ihn auch kommen.

So erkennen Sie, ob jemand burnout-gefährdet ist

Wie also erkennt man einen bevorstehenden Burnout? Welche Freunde, Kollegen und Mitarbeiter sind vielleicht gefährdet? Ein Burnout kündigt sich durch folgende Warnzeichen an:

Veränderungen im Charakter

  • Verbitterung
  • Sarkasmus, Zynismus, Ironie

Veränderung im Arbeitsverhalten

  • Mehr Fehlzeiten
  • Arbeiten trotz Krankheit
  • Ggf. erhöhter Suchtmittelkonsum

Weniger Leistung

  • Mehr Fehler
  • Überforderung
  • Tunnelblick (fehlende Umsicht und Weitsicht)

Rückzug und Vermeidung

  • Ausweichendes Verhalten
  • Keine oder schlechte Erreichbarkeit
  • Verschlossenheit
  • Keine aktive Teilnahme am sozialen Leben

Kommt Ihnen das eine oder andere bekannt vor? Mit Ihrem neuen Wissen können Sie in Zukunft besser einordnen, ob es sich bei einem auffälligen Verhalten eines Kollegen um eine Charaktereigenschaft oder bloß um ein Stress-Symptom handelt.

Selbsttest – Bin ich gefährdet?

Sie können anhand der Warnzeichen natürlich auch Ihre eigene Burnout-Gefährdung einschätzen. Allerdings ist die Beurteilung der eigenen Person oft fehleranfällig und verzerrt – andere können dies von außen meistens besser beurteilen.

Ob Sie selbst burnout-gefährdet sind, können Sie viel besser anhand der folgenden Punkte feststellen. Überprüfen Sie einfach, ob Sie der Aussage eher zustimmen oder eher widersprechen würden.

  • Abends liege ich nur auf der Couch und kann mich zu nichts mehr aufraffen
  • Ich vernachlässige meine Hobbies und Mitmenschen
  • Ich bin bereits morgens früh erschöpft
  • Auch nach dem Wochenende bin ich nicht erholt
  • Ich habe an vielem die Lust verloren
  • Meine Gedanken kreisen mehr als sonst
  • Ich kann schlecht ein- oder durchschlafen
  • Ich werde zunehmend sarkastisch, zynisch, ironisch und insgesamt distanzierter
  • Ich bin gereizter als sonst, stehe permanent unter Strom

Wenn Sie auf einige dieser Aussagen mit „Ja“ geantwortet haben, dann könnten Sie gefährdet sein. Eine ausführliche psychologische oder medizinische Diagnose kann das selbstverständlich nicht ersetzen. Sehen Sie es als ersten Hinweis, dass Sie vielleicht aktiv werden müssen.

Warum muss ich das überhaupt wissen?

Nun wissen Sie also, an welchen Anzeichen Sie das Risiko für einen Burnout bei anderen und bei sich selbst erkennen können. Das ist deswegen so wichtig, weil Sie einen Burnout nur abwehren können, wenn Sie überhaupt bemerken, dass ein Burnout droht.