Was ist Burnout? Wie äußert sich Burnout? Zunächst zur Definition: Das Burnout-Syndrom ist ein umfassender, körperlicher wie mentaler Erschöpfungszustand. Keine Einigkeit gibt es derzeit, ob es Unterschiede zwischen Burnout und Depression gibt – oder ob Burnout nur ein wohlklingenderes Wort für eine Erschöpfungsdepression ist.

Die Symptome eines Burnouts hängen davon ab, wie weit er bereits fortgeschritten ist. Im Anfangsstadium eines Burnouts bzw. auf dem Weg in einen Burnout lassen sich die Symptome kaum von den typischen Stress-Symptomen unterscheiden. Umso wichtiger ist es, die typischen Anzeichen eines nahenden Burnouts zu kennen.

Burnout erkennen

Um einen Burnout zu verhindern, muss man ihn kommen sehen. Und gerade für Betroffene ist es oft nicht so einfach, ihre eigene Burnout-Gefahr richtig einzuschätzen. Außenstehende haben hier meistens einen neutraleren, sachlicheren Blick und können anhand der 5 typischen Warnsignale Burnout bei Kollegen besser erkennen. Deshalb ist Burnout-Prävention auch für Unternehmen wichtig, denn wir leben heute in einer Welt, die eine schädlich hohe psychische Belastung am Arbeitsplatz mit sich bringt, für die nicht jeder gleich gut gewappnet ist.

Anzeichen von Burnout

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Die Anzeichen eines Burnouts sind von Person zu Person unterschiedlich und unterschiedlich deutlich ausgeprägt. Wer die ersten Anzeichen von Burnout erkennen kann, der kann auch ein nahendes Burnout-Syndrom erkennen.

(1)  Veränderungen im Charakter: Verbitterung, Sarkasmus, Zynismus, Ironie

Ein burnout-gefährdeter Mensch verhält sich anders, als Sie es von ihm gewohnt sind. Er ist häufig verbittert und neigt zu Sarkasmus, Zynismus und Ironie. Konkret heißt das: er redet schlecht über die Firma und über Kollegen, oder er spricht nur noch über Probleme und die negativen Seiten seiner Arbeit. Er durchschaut „das böse Spiel“ und erkennt, was „wirklich dahintersteckt“. Der Betroffene gefällt sich in der Rolle des überlegenen Kritikers und deckt auf, wie unsinnig die Anweisungen des Chefs sind oder wie unfair die Firma ihre Mitarbeiter behandelt. Kurz gesagt: Die äußeren Umstände sind Schuld. Das verschafft ihm eine gewisse Distanz zu den Problemen und entlastet ihn – zumindest für den Moment.

(2) Veränderung im Arbeitsverhalten: Mehr Fehlzeiten – oder arbeiten trotz Krankheit

Weil ein beginnender Burnout die Arbeits- und Alltagswelt nahezu unerträglich macht, fehlen gefährdete Personen auch häufiger auf der Arbeit als früher. Wenn sich also ein Kollege plötzlich häufiger und länger krankschreiben lässt, dann sollten Sie zumindest hellhörig werden. Denn dies kann ein Anzeichen dafür sein, dass er mit seiner Energie bereits am Ende ist und das Wochenende ihm zur Erholung schon lange nicht mehr reicht. Doch auch das Gegenteil kann ein Warnsignal sein: Der Kollege kommt auf die Arbeit, obwohl er offensichtlich stark erkältet ist, sich kaum bewegen kann oder aus anderen Gründen arbeitsunfähig ist. Der Kollege sieht nur noch, wie viel es zu tun gibt – und nimmt deshalb keine Rücksicht mehr auf seine eigene Gesundheit. Er empfindet einen so großen Arbeitszwang, dass er ins Büro kommt – egal, wie es ihm geht. Man nennt das auch „Präsentismus“.

(3) Erhöhter Suchtmittel-Konsum

Manchmal fallen Gefährdete nicht zuletzt dadurch auf, dass sie deutlich mehr rauchen als früher. Oder sie trinken viel mehr Kaffee oder andere Koffein-Getränken. Wer die ersten Symptome eines Burnouts spürt, versucht mit solchen Mitteln, die alte Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.

(4) Weniger Leistung: Mehr Fehler, Überforderung, Tunnelblick

Denn gerade die Leistung lässt auf dem Weg zum Burnout deutlich nach. Die Konzentration schwindet, dafür kommt die Nervosität. Deswegen machen gefährdete Personen häufiger Fehler und fühlen sich schneller überfordert. Sie sollten also genau hinhören, wenn ein Kollege neuerdings oft darüber klagt, dass er die ganze Arbeit nicht mehr bewältigen kann. Das Gefühl der Überforderung führt dann oft zum „Tunnelblick“ – der Kollege wird völlig von seiner Arbeit vereinnahmt und kriegt nicht mehr mit, was sonst noch um ihn herum geschieht. Kurz: Ihm fehlen Umsicht und Weitsicht.

(5) Rückzug: Ausweichendes Verhalten, schlechte Erreichbarkeit, Verschlossenheit, keine Teilnahme am sozialen Leben

Oft fällt ein burnout-gefährdeter Kollege auch dadurch auf, dass er sich mehr und mehr zurückzieht. Er geht Konflikten und schwierigen Gesprächen aus dem Weg oder verpasst sogar Meetings. Erreichen kann man ihn kaum noch, auf Telefonanrufe oder E-Mails reagiert er nur noch sporadisch. Insgesamt wirkt der Kollege deutlich verschlossener als früher. In Gesprächen bleibt er sehr sachlich, über persönliche Dinge redet er schon lange nicht mehr. Auch beim gemeinsamen Mittagessen hat man ihn länger nicht mehr gesehen. Am sozialen Leben nimmt er kaum noch teil: Auf der Weihnachtsfeier des Betriebs fehlt er ebenso wie bei den traditionellen Bowling-Abenden.

Ausgebrannt – Was tun bei Burnout?

Wer einen akuten Burnout erleidet und bereits ein voll ausgeprägtes Krankheitsbild zeigt, für den kommt Prävention leider zu spät. In diesem Fall erfolgt meisteins eine professionelle Therapie durch einen Psychiater oder Psychotherapeuten. Menschen, die sich unsicher sind, ob sie bereits erkrankt sind, können sich in einem ersten Schritt z.B. an den eigenen Hausarzt wenden. Stressmanagement allein reicht dann meistens nicht mehr aus.

Burnout vorbeugen und verhindern

Burnout-Prävention ist deutlich einfacher und erfolgversprechender als Burnout-Therapie. Wer also einen Burnout im Vorhinein verhindern kann, der hat es viel leichter. Burnout-Therapie ist deutlich langwieriger und schwieriger als Burnout-Prophylaxe.

Für Unternehmen sind weiterhin auch die Kosten deutlich geringer: Ein einziger Burnout-Ausfall verursacht für Unternehmen bereits hohe Kosten, und Burnout-Prävention rechnet sich heute allein aus betriebswirtschaftlicher Sicht.

Für Einzelpersonen bleibt meistens nur, sich selbst gegen Burnout zu schützen, indem sie die eigene Stress-Fitness trainieren (z.B. mit unserem Online-Videokurs Stressmanagement) und sich widerstandsfähiger gegen Stress und Belastungen machen.

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