Wir alle waren schon mal im Flow – auch wenn nicht jeder von uns diese Bezeichnung kennt. Doch jeder, der beim Joggen schon mal in den Flow gekommen ist, die Welt um sich herum ausgeblendet hat und mit seiner Laufbewegung „verschmolzen“ ist; jeder, der beim Sex schon einmal alles um sich herum vergessen hat, mit seiner ganzen Aufmerksamkeit die sinnlichen Reize wahrgenommen hat, keine störenden Gedanken mehr an Vergangenheit oder Zukunft im Kopf hatte; jeder Künstler, der sich schon einmal im Malen, im Singen, im Musizieren, im Komponieren, im Designen, im Schreiben verloren hat, der weiß, was Flow ist.

Was ist Flow?

Man kann Flow als ein „Vertieft-Sein in eine Tätigkeit“ definieren und metaphorisch mit „aufgehen“ oder „eintauchen“ umschreiben. Wer im Flow ist, dem geht es gut, der vergisst die Zeit, genießt, hört auf zu denken, ist ganz im Hier und Jetzt, hat keine Angst und keine Sorgen. Wer im Flow ist, der ist für den Moment glücklich. Deswegen ist Flow auch eine der besten Glücksstrategien. Warum aber hängt Flow mit Glück zusammen? Warum geht es uns besser, wenn wir mehr Zeit im Flow verbringen?

Deshalb macht dich Flow glücklicher

Um zu verstehen, warum Flow ein wahrer Glücks-Booster ist, müssen wir uns anschauen, wo unser Glück überhaupt „herkommt“, wie es entsteht und wodurch es bestimmt oder determiniert wird. Zunächst die schlechte Nachricht: 50% unseres Glücks sind genetisch determiniert und daher nicht veränderbar. Da kann uns auch kein Glückstraining mehr helfen.

Auf der anderen Seite bleiben uns damit aber immer noch 50%, an denen wir etwas verändern können. Wenn wir unser Glückslevel nachhaltig erhöhen möchten, dann müssen wir also damit leben, dass wir nur an die eine Hälfte herankommen. Was hier aber sofort auffällt: Die Umstände spielen eine viel geringere Rolle als wir immer denken! Die meisten von uns glauben, dass sie nicht glücklich sind wegen ihrer beruflichen, finanziellen oder gesundheitlichen Situation. Wir glauben, dass wenn sich diese Umstände einmal ändern, wir auch glücklicher sein werden. Meistens verschätzen wir uns dabei aber.

flow und glück

Tätigkeiten sind wichtiger als äußere Umstände!

Äußere Umstände legen nämlich nur 10% unseres Glücks fest. Die anderen 40% – das heißt also 80% des überhaupt beeinflussbaren Glücks – werden durch die Tätigkeiten bestimmt, aus denen das eigene Leben hauptsächlich besteht. Für das eigene Glück sind also nicht so sehr unsere Ziele, sondern die Wege dorthin entscheidend. Wenn es also im Glückstraining zu 80% um Tätigkeiten geht, dann ist auch schlagartig klar, warum Flow uns glücklicher macht – denn Flow entsteht, wenn eine Tätigkeit uns erfüllt.

Wie kommst du in den Flow?

Du kommst fast ganz automatisch in den Flow, wenn du eine sinnvolle, anspruchsvolle Tätigkeit ausübst. Du kannst also günstige Bedingungen für die Entstehung von Flow-Erleben schaffen, indem du dir erstrebenswerte Ziele setzt, die auch auf dem Weg dorthin Spaß machen. Damit Flow aber nun auftreten kann, muss die Tätigkeit dazu noch ein geeignetes „Anspruchsniveau“ haben. Das heißt im Klartext: Die Tätigkeit muss dich fordern, ohne dich zu überfordern – aber auch, ohne dich zu unterfordern. Wenn du unterfordert bist, wird es schnell langweilig, du schweifst mit den Gedanken ab und machst Flüchtigkeitsfehler. Wenn du überfordert bist – z.B. weil deine Fähigkeiten noch nicht so weit entwickelt sind, die vorliegende Aufgabe zu bewältigen –, dann bekommst du Angst, machst dir viele Gedanken, hast keinen Spaß an der Sache und gibst irgendwann frustriert auf. Das kennt jeder Tennis- oder Schachspieler: Spielt man gegen einen übermächtigen Gegner, macht es wenig Spaß. Hat man hingegen einen absoluten Anfänger vor sich, dann fühlt man sich unterfordert, kann gar nicht richtig aufspielen und beginnt, „einfache“ Fehler zu machen.

Computerspiele nutzen dieses Prinzip: Jedes Spiel beginnt so einfach, dass der Spieler an der Stange bleibt, weil er immer wieder Erfolgserlebnisse macht. Je besser der Spieler allerdings das Spiel lernt, desto langweiliger wird es für ihn – deswegen kommt er dann ins nächste Level, wo ihn schwierigere Aufgaben erwarten. Wenn er gut genug geworden ist, um dieses Level abzuschließen, wartet dann das nächste – bis zum Endgegner.

Um in den Flow zu kommen, müssen deine aktuellen Fähigkeiten zum aktuellen Anspruchsniveau passen: Von einem Dreijährigen kann man keine höhere Mathematik erwarten; von einem Mathe-Professor aber auch nicht das kleine 1×1.

Außer dem Anspruchsniveau kannst du drei weitere Dinge tun, um optimale Bedingungen für Flow-Erleben zu schaffen:

  • „Eintauchen“ in die Aktivität; dich in die Sache „versenken“ (Problem: Störungen)

  • Aufmerksam sein gegenüber dem, was geschieht (Achtsamkeit)

  • Lernen, die unmittelbare Erfahrung (des Hier und Jetzt) zu genießen

flow

Geheimtipp: Leidenschaft

Eine der besten Strategien, bei einer Tätigkeit in den Flow zu kommen, ist das Prinzip „Leidenschaft“. Wenn du wirklich für etwas brennst, wenn du leidenschaftlich gern Gedichte schreibst, wenn du für’s Gitarrespielen lebst, wenn du von Beethovens 9. Symphonie besessen bist, wenn du das Gefühl liebst beim Schwimmen widerstandslos durchs Wasser zu gleiten… – dann ist das die beste Grundlage für Flow-Erleben.

Wer den Flow hingegen direkt anstreben und erreichen will; wer sich also zu sehr darauf versteift, schnell in den Flow zu kommen; wer permanent prüft, ob und wie sehr er schon im Flow ist; der steht sich eher im Weg, als dass er weiterkommt. Das ist wie mit dem Einschlafen: Wenn man mit aller Macht einschlafen will, klappt es einfach nicht. Wenn man hingegen irgendwann genervt aufgibt und die Anstrengungen einstellt, dann findet einen der Schlaf meistens von selbst.

Das paradoxe Rezept für mehr Flow

Auch den Flow kann man schlecht „machen“, sondern man muss ihm ein gemütliches und aufgeräumtes Zimmer anbieten, damit er selbst irgendwann vorbeischaut und ein paar Nächte bleibt – obwohl schon niemand mehr mit ihm gerechnet hat. Man muss den Flow also von selbst kommen lassen und nicht herbeizwingen. Deshalb gibt es als Fazit einen paradoxen Ratschlag:

„Wenn du den Flow endlich finden willst, musst du aufhören, ihn mit aller Macht zu suchen. Sorge vielmehr dafür, dass er dich findet, wann immer er vorbeischauen möchte.“

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