Innere Antreiber sind Grundüberzeugungen, die in unserer Kindheit entstanden sind. Sie prägen unser Lebensgefühl und bestimmen noch heute unser Tun und Lassen. Innere Antreiber geben unserem Handeln eine merkwürdig anmutende „Einheit“, die dazu führt, dass andere Menschen gern mal über uns sagen „Das ist typisch für dich!“ oder „Das bist genau du!“. Sie können uns also auch Antworten liefern auf die Frage: „Wer bin ich?“.

Aus Psychologie und Psychotherapie weiß man, dass inneren Antreibern Glaubenssätze zu Grunde liegen, die ein bestimmtes „Lebensskript“ für uns schreiben. Sie geben unserem Handeln damit einen Grundtenor, sodass wir sagen können, jemand handelt nach der Grundüberzeugung „Sei stark!“ oder „Streng dich an!“. Als psychologisches Konzept sind innere Antreiber eine hilfreiche Vereinfachung, die unser Verhalten erklären können, ohne dass man die konkrete Motivation für jede einzelne Handlung bis ins Detail kennen muss. Oft erkennen wir uns in gewissen Antreibern wieder – und müssen uns manchmal eingestehen, dass diese Antreiber praktisch in allen Lebensbereichen am Werk sind.

innere antreiber

Innere Antreiber: Ordnung im Chaos der Motivation

Menschen werden durch die unterschiedlichsten Dinge im Leben motiviert: Sie gehen zur Arbeit, weil sie es müssen, zum Sport, weil es ihrer Gesundheit guttut, in die Kneipe, um Spaß zu haben oder die Beziehung zu den Freunden zu vertiefen.

Was Menschen jedoch in einer ganz konkreten Situation zu einer ganz bestimmten Handlung motiviert, hat sehr komplexe Hintergründe und lässt sich nur selten auf einen ganz konkreten Grund zurückführen. Eigentlich herrscht in uns ein absolutes Motivations-Chaos: Wir werden von einer Sache ein bisschen beeinflusst, von einer anderen ein bisschen mehr und noch eine Dritte war uns schon immer irgendwie wichtig. Was am Ende davon ausschlaggebend für das ist, was wir tun, lässt sich nur schwer sagen.

Es lassen sich jedoch Muster erkennen von Motiven, die uns immer wieder bewegen, die immer wieder einen großen Einfluss auf unser Tun und Lassen haben. Diese Motive werden als „innere Antreiber“ bezeichnet. Das Konzept der inneren Antreiber stammt aus der Psychotherapie, genau genommen aus der Transaktionsanalyse. Das Ziel dieses Konzeptes ist es, ein wenig Ordnung bzw. Übersicht in das Chaos unserer Motive zu bringen.

Entstehung innerer Antreiber in der Kindheit

Diese Ordnung ist nicht völlig willkürlich. Denn die inneren Antreiber beruhen auf Glaubenssätzen, die wir schon in der Kindheit gelernt haben und die uns auch als erwachsenen Menschen noch sehr stark beeinflussen und dafür sorgen, dass unser Handeln einem gewissen Grundmuster folgt. Wir können diese inneren Antreiber als „Kindheitsaufträge“ betrachten – ein Motiv, was in der Kindheit sehr stark wirkte und im erwachsenen Menschen als Auftrag weiterlebt, sich nach diesem Motiv zu verhalten. Dieser Auftrag verleiht unserem Handeln eine gewisse Einheit und sorgt dafür, dass unser Handeln „wie aus einem Guss“ erscheint.

Deshalb haben innere Antreiber auch die Form eines Imperativs. Sie lauten beispielsweise „Sei stark!“ und sorgen dafür, dass wir uns wie von selbst und ohne, dass wir es bewusst merken, in unserem Handeln nach diesen Aufforderungen richten.

Beispiel 1: „Sei perfekt“

Dieser innere Antreiber hat starke Ähnlichkeiten zu dem Verhaltensmuster bzw. Schema „Überhöhte Standards“. Es sind die Perfektionisten, von denen jeder vielleicht schon mal den ein oder anderen kennengelernt hat. Menschen mit diesem inneren Antreiber leben nach dem Prinzip: „Erst die Arbeit, dann das das Vergnügen“. Es gibt immer etwas zu tun, nichts darf liegen bleiben, alles muss zu 100% erledigt werden.

Die bittere Ironie dieses inneren Antreibers ist, dass die Menschen, in denen er wirkt, ihr Ziel niemals erreichen werden. Wenn man wirklich ein Projekt mal zu 100% abgeschlossen hat, liegt in fast jedem Fall schon das nächste Projekt auf dem Tisch – oder gleich mehrere! Hinzu kommt, dass dieser innere Antreiber sich nicht auf das Berufsleben beschränkt. Auch im Privatleben führt er dazu, dass fast alles im Leben als Aufgabe, als Projekt, als To-Do-Liste gesehen wird, dass alles im Leben mit System und nach einem sorgfältigen Plan angegangen wird.

Wo wir gerade von Plan sprechen: Menschen mit diesem inneren Antreiber lieben Pläne! So sehr, dass selbst die Freizeit nicht ohne Plan angegangen werden kann. Wenn sie irgendetwas ohne einen Plan machen, fühlen diese Menschen sich sogar eher unwohl und wollen schnell das vermeintliche „Chaos“ wieder überblicken. Spontaneität und einfach in den Tag hinein zu leben gehört also nicht zu den Stärken dieser Menschen. Das führt leider oft dazu, dass dieser innere Antreiber einem mit der Zeit die Freude am Leben verzehrt.

innerer antreiber sei perfekt

Beispiel 2: „Streng dich an!“

Der innere Antreiber „Streng dich an“ hat rein äußerlich viel Ähnlichkeit mit dem inneren Antreiber „Sei perfekt“. Die Motivation ist hier jedoch anders gelagert: Eine Leistung oder ein Erfolg ist nicht dann gut, wenn alles richtig gemacht wurde, wenn es perfekt ist, sondern vielmehr, wenn damit viel Anstrengung verbunden war. Was nicht durch harte Arbeit verdient wurde, ist auch nichts wert. Glückliche Zufälle, z.B. ein Lottogewinn, würden einem Menschen mit diesem inneren Antreiber eher suspekt vorkommen.

Es wird leicht verständlich sein, dass diese Menschen ein sehr mühseliges Leben haben müssen, weil Stress und Anstrengung die Grundvoraussetzung dafür sind, dass ihr innerer Antreiber funktionieren kann. Wer die Welt so zeichnet, der braucht die Mühsal, braucht intensive Anstrengung. Wenn eine Arbeit viel Zeit in Anspruch genommen hat, dann liegt für diese Menschen der Schluss nahe, dass gute Arbeit geleistet wurde. Menschen mit diesem Antreiber wählen oft nicht den kürzesten Weg zum Ziel, sondern den härtesten.

innerer antreiber streng dich an

Was sind deine inneren Antreiber? Teste dich!

Das waren nur zwei der fünf bekannten inneren Antreiber. Wenn du herausfinden willst, was dein innerer Antreiber ist, kannst du das mit einem psychologischen fundierten Test tun.

Nicht nur das Konzept der inneren Antreiber lässt sich gut testen, sondern auch deine Verhaltensmuster, die auf bestimmten Lebensthemen (in der Psychologie „Schemata“ genannt) beruhen. Dazu empfehlen wir dir, dich mit dem Thema Verhaltensmuster auseinander zu setzen oder dir gleich das sehr aufschlussreiche und praxisorientiere Buch „Reinventing Your Life“ (auch in deutscher Fassung verfügbar) zu besorgen.

Ich hoffe, dass ich dir damit einen ersten Einblick in das Thema „innere Antreiber“ geben konnte. Lass uns wissen, ob dir unser Text dazu weitergeholfen hat. Wenn du noch mehr über dich herausfinden willst und das Projekt „Wer bin ich?“ im großen Stil angehen möchtest, dann schau dir doch mal unseren Online-Video-Kurs „Wer bin ich?“ an. Viel Erfolg bei deiner Persönlichkeitsentwicklung!

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